Wie groß die aerobe Datenbasis war
In der systematischen Übersicht zu körperlich aktiven Frauen wurden aerobe Endpunkte getrennt betrachtet. Von fünf Auswertungen berichtete eine einen Vorteil gegenüber Placebo. Die übrigen vier berichteten in dieser Gegenüberstellung keinen Vorteil.
Einzelne Studien konnten in mehreren Endpunktgruppen erscheinen. Die fünf aeroben Auswertungen dürfen deshalb nicht als fünf vollständig unabhängige Antworten oder als repräsentative Stichprobe aller Ausdauersportarten gelesen werden.
Behauptung: Ein positives aerobes Ergebnis beweist eine Ausdauerwirkung
Die Herausforderung: Ein positiver aerober Endpunkt lässt sich leicht zu der Aussage verkürzen, Kreatin verbessere die Ausdauer bei Frauen.
Die Widerlegung: Nur eine von fünf aeroben Auswertungen in der Übersicht berichtete einen Vorteil gegenüber Placebo. Gruppen, Tests, Protokolle und Laufzeiten waren heterogen. Das einzelne Signal trägt daher keine allgemeine Ausdaueraussage.
Die Grenze: Auch vier Auswertungen ohne Vorteil beweisen nicht, dass bei jeder Sportart, Belastungsform oder Person kein Effekt möglich ist. Die kleine, uneinheitliche Datenbasis bleibt unsicher.
Welche Frage eine Studie tatsächlich beantwortet
Für die Einordnung sind Belastungsdauer, Testformat, Trainingsstatus, Vergleichsgruppe und Einnahmedauer entscheidend. Ein kurzer Leistungstest und eine länger dauernde Ausdauerbelastung sind nicht austauschbar.
Aus diesen Forschungsergebnissen folgt keine persönliche Dosierung und keine Empfehlung für oder gegen eine Einnahme. Bei Erkrankungen, Medikamenten, Schwangerschaft, Stillzeit oder auffälligen Laborwerten ist eine fachliche Prüfung nötig.