Studien einordnen · Grenzen erkennen · Originalquellen öffnen

Forschungsprotokolle verstehen

Untersuchte Einnahmeprotokolle

Die Zahlen auf dieser Seite beschreiben Studien und Positionspapiere. Daraus entsteht kein persönlicher Dosierungsplan.

Schnelle und langsame Aufsättigung

Das ISSN-Positionspapier stellt eine kurze Ladephase einer langsameren täglichen Einnahme gegenüber. Die gewichtsbezogene Mengenangabe zur Ladephase ist im Wortlaut missverständlich. Deshalb wird sie hier nicht in eine alltagstaugliche Formel übersetzt.

Als langsamere Variante führt das Papier 3 g täglich über 28 Tage auf. Nach erhöhten Speichern dauere die Rückkehr zum Ausgangsniveau typischerweise vier bis sechs Wochen.

Was Studien mit Frauen tatsächlich verwendeten

Die Sicherheitsübersicht zu oralem Kreatinmonohydrat bei Frauen fand sehr unterschiedliche Protokolle. Die mediane Ladedosis lag bei 20 g pro Tag, mit einer Spanne von 15 bis 30 g. Die mediane Erhaltungsdosis betrug 5 g pro Tag, bei einer Spanne von 1 bis 10 g. Je nach Protokoll erstreckte sich die Beobachtung auf bis zu 365 Tage.

Diese Spannweite ist wichtig: Eine zusammenfassende Sicherheitsaussage bezieht sich nicht automatisch auf jede Dosis, jedes Produkt und eine unbegrenzte Einnahmedauer.

Welche Fragen vor einer Entscheidung fehlen

Studienwerte sagen nichts über Ihre Nierenfunktion, eine Schwangerschaft, die Stillzeit oder mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten aus. Lesen Sie dazu die Einordnungen zu Schwangerschaft und Stillzeit sowie zu Medikamenten und Nierenwerten. Auch die Produktqualität wird durch ein Studienprotokoll nicht geprüft.

Wer eine persönliche Entscheidung treffen möchte, sollte deshalb nicht nur nach einer Zahl fragen. Ebenso wichtig sind der eigene Gesundheitszustand, weitere Präparate und Medikamente sowie der Anlass für die Einnahme.

Quellen dieser Seite: Kreider et al. (2017) · de Guingand et al. (2020)